IAQ 2020
Indoor Air Quality - Expertenforum
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nicht sicher zusagen.

Bau- & Holzschutz

DIN 68800 und Pilzbekämpfung. Holz- und Bauteiltrocknung nach Feuchteschäden. Rechtssichere Freimessung und Bauabnahme. Haftungsrisiko minimieren!

Rechtssicherheit

Aktuelle Änderungen zum Gesundheitsschutz: MVV TB (LBO), Produktprüfnormen (DIN 16516) und VOC-Raumluftrichtwerte. 
Rechtssicher bauen!

Raumklima - Qualität

DIN EN 15251 – Lüftung, Heizung, Kühlung, Licht, Akustik, Raumluftqualität, Behaglichkeit. 
Wettbewerbsvorteile!

IAQ 2020

Kompetenzzentrum
für Ausbau und Fassade
Siemensstr. 6 – 8
71277 Rutesheim

 Freitag 27.11.20
09:30 – ca. 18:00 Uhr

Tagungsgebühr: 215,- €
Frühbucher: 185,- €

Alle Preise zzgl. MwSt.
Das Angeot richtet sich an Gewerbetreibende. 

Für
Zimmerer/Holzbauer, Architekten/Ingenieure, Bauberater, Forschung und Entwicklung, Industrie und Handel, Fachverbände, Behörden

Das sagen Teilnehmer zur IAQ

Gefördert und empfohlen von

Holzbau-Themen

Wie rechnerisch ermittelte nVOC-Grenzwerte unbehandeltes Holz zur Gesundheitsgefahr im Innenraum stigmatisieren und wie verlässlich ein NIK-Wert ist. 

–> Lesen Sie sich den neuen Hintergrundflyer durch.

Der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg (VGH) hat am 12. Juli 2019 in einer Pressemitteilung folgendes mitgeteilt:

…mit zwei Beschlüssen vom 10. Juli 2019 Technische Baubestimmungen hinsichtlich VOC-Emissionen aus Holzwerkstoffen für voraussichtlich nicht rechtens erklärt. Er hat daher den Anträgen von zwei Herstellern sog. OSB- bzw. Grobspanplatten (Antragstellerinnen) auf Erlass einer einstweiligen Anordnung entsprochen und die einer Musterverwaltungsvorschrift entsprechende Verwaltungsvorschrift Technische Baubestimmungen des Umweltministeriums und des Wirtschaftsministeriums vom 20.12.2017 hinsichtlich bestimmter, ab 01.10.2019 auch für solche Holzwerkstoffe geltenden Anforderungen an VOC-Emissionen (flüchtige organische Verbindungen) vorläufig außer Vollzug gesetzt.

Und widersprechen damit der MVV TB Anhang 8 und den „Anforderungen an bauliche Anlagen bezüglich des Gesundheitsschutzes (ABG)“ folgendermaßen:

„Mit den angegriffenen technischen Baubestimmungen müssen bestimmte Holzwerkstoffe, die im Bauwesen Verwendung finden, in der Verwaltungsvorschrift näher bezeichnete Anforderungen hinsichtlich von ihnen ausgehender flüchtiger organischer Verbindungen einhalten. Die Antragstellerinnen fürchten um die Verkehrsfähigkeit ihrer OSB-Platten, da sie die vorgegebenen Werte jedenfalls nicht vollständig einhalten könnten, was unter Inkaufnahme nicht unerheblicher Umsatzeinbußen eine aufwändige Umstellung ihrer Produktion und Lagerung bedingen würde. Sie machen geltend, dass von VOC ausgehende gesundheitsschädliche Wirkungen trotz umfassender wissenschaftlicher Untersuchungen bislang nicht hätten nachgewiesen werden können. Außerdem verstoße die Verwaltungsvorschrift gegen europäisches Recht.

In den Beschlüssen führt der 8. Senat des VGH aus, dass die angegriffenen Technischen Baubestimmungen voraussichtlich nicht den sich aus der Landesbauordnung ergebenden gesetzlichen Anforderungen entsprächen, auf die sie allein gestützt seien. Denn das Vorliegen einer hierfür erforderlichen abstrakten Gefahr habe der Antragsgegner nicht darlegen können. Etwa nur möglichen Gefahren oder Risiken könnten die Baurechtsbehörden aber nicht mit den Mitteln des geltenden Bauordnungsrechts begegnen. Wie mit solchen Risiken umzugehen sei, müsse der zuständige Gesetzgeber entscheiden.

Darauf, ob die angegriffenen technischen Baubestimmungen auch gegen europäisches Recht verstoßen könnten, komme es danach nicht mehr an. Fänden die beanstandeten Bestimmungen in der Landesbauordnung voraussichtlich keine Rechtsgrundlage, könne den Antragstellerinnen vor einer endgültigen Klärung in den beim Senat bereits anhängigen Normenkontrollverfahren nicht zugemutet werden, ihre Produktion und Lagerung aufwändig umzustellen. Die Beschlüsse sind unanfechtbar (Az. 8 S 2962/18 und 8 S 3008/18).“

Quelle: http://www.vghmannheim.de/pb/,Lde/Startseite/Medien/Verwaltungsvorschrift+Technische+Baubestimmungen+darf+Anforderungen+an+Grobspanplatten+nicht+zur+blossen+Gefahrenvorsorge+stellen/?LISTPAGE=1212860 (abgerufen am 23. Juli 2019).

Wegen der aktuellen Klimadiskussion stellen wir uns auf der IAQ 2019 folgende Fragen: 

1. Wie kann das Bauen mit Holz und nachwachsenden Rohstoffe angesichts der Klimaprobleme besser gefördert werden?

2. Wie sollte der Holzbau wegen zunehmendem Starkregen planen und was ist zu tun, wenn Wasser eintritt?

3. Wie kann der Holzbau die Richtwerte bzgl. Gesundheitsschutz (Produkt-, Raumluft-, Raumklimaprüfungen) einhalten?

Stürmischer Starkregen und Hagel können die Notabdichtungen während der Bauphase zerstören. Wir erhoffen uns eine rege Diskussion über die rechtssicheren Maßnahmen im Anschluss an Wassereinbrüche.

Zudem werden in Werkverträgen zunehmend Zielwertanforderungen an das Raumklima definiert – Stichwort VOC Innenraumluftrichtwerte und wie können im Holzbau solche „Grenzwerte für natürliche VOC“ sicher eingehalten werden. 

Trotz alledem weisen Politiker, Wissenschaftler und Klimaforscher darauf hin, dass aktiver Klimaschutz vor allem durch die vermehrte Förderung der Waldwirtschaft und des Holzbaus betrieben werden soll.

Baustoffe

  • EN 16516 ff
  • EC1 und EC1plus
  • RAL ff

Möbel, Holz- und Holzwerkstoffe

Formaldehyd Gehalt – gesetzliche und freiwillige Anforderungen:

  1. Nach der “Chemikalienverbotsverordnung vom Oktober 1993 in Verbindung mit DiBt-Richtlinie über Klassifizierung und Überwachung von Holzwerkstoffplatten bezüglich der Formaldehydabgabe
    vom Juni 1994 darf bei unbeschichtete Faserplatten ein Perforatorgrenzwert (photometrisch) von 8 mg HCHO/100g atro Platte bei einer Materialfeuchte von 6,5% nicht überschritten werden. Der
    gleitende Halbjahresmittelwert beträgt max. 7,0 mg HCHO/100g atro Platte. Perforatorwert nach DIN EN 120 als gleitender Halbjahresmittelwert
  2.   Nach CARB (California Air Resources Board) Anforderungen CCR-17-93120.2(a) wird Phase 1 und Phase 2 erfüllt.
  3.   Nach IKEA Formaldehydanforderungen IOS M AT 0003, Version AA-10899-9 darf bei unbeschichteten Faserplatten ein Perforatorgrenzwert (photometrisch) von 5 mg HCHO/100g atro Platte bei
    einer Materialfeuchte von 6,5% nicht überschritten werden.
  4. Blauer Engel mit eigenen Kriterien
  5. Natureplus nach AgBB und Ausschlusskriterien
  6. E1 und E1plus gem. DIN EN 120

Holzbau, Dämm-, Holz- und Holzwerkstoffe

Holz, Erzeugnisse aus Holz (Fenster, Türen, Parkett)

MVV TB
Die Einhaltung des nationalen Schutzniveaus ist nach den Vorgaben der MVV TB  zu überprüfen und zu gewährleisten.

TVOCspez
Die Prüfung der Emission der flüchtigen organischen Verbindungen (VOC) erfolgt unter Bezugnahme auf die detaillierten Vorgaben der DIN EN 16516:2018-01.
Insbesondere wird für die Bestimmung der Summe der VOC (TVOCspez) auf Kapitel 8.2.6.1, Absatz 2 dieser Norm verwiesen und der TVOCspez als die Summe der Zielverbindungen ( NIK -Liste) und Nicht-Zielverbindungen (Stoffe ohne NIK), identifizierten und nicht identifizierten Stoffe präzisiert. Dies entspricht weiterhin der in den „Grundlagen des DIBt“ beschriebenen Vorgehensweise.

Geruch
Die sensorische Prüfung des Geruchs wurde im AgBB-Bewertungsschema von der „Pilotphase“ jetzt in die Empfehlung „auf freiwilliger Basis“ geändert. Sofern das geprüfte Produkt die empfundene Intensität von 7 pi (perceived intensity = pi) nicht überschreitet, gilt die sensorische Prüfung als bestanden.

Alle Änderungen und textliche Anpassungen sind dem aktuellen AgBB-Bewertungsschema 2018 bzw. der Änderungen-Übersicht zu entnehmen. Weitere Informationen zum AgBB-Schema finden Sie auch hier.

Weitere Informationen a finden Sie auf der Seite des UBAs hier sowie auf der Seite der EU-LCI Working Group / Europäische Kommission

  • Die EnEV sieht Dämmung und Gebäudedichtigkeit vor, enthält aber keinen Mindestluftwechsel.
  • DIN 4108-2 sieht Mindestluftwechsel vor.
  • Die DIN 1946-6, (2009) sieht bei Neubau und umfangreicheren Sanierungen ein Lüftungskonzept mit Infiltrationsberechnung vor. Reicht die Luftzufuhr über Gebäudeundichtigkeiten nicht aus, muss der Planer lüftungstechnische Maßnahmen vorsehen, etwa Schächte, Ventile oder ventilatorgestützte Lüftungen, Lüftungsanlagen.
  • Die Lüftungswirtschaft sieht in ventilatorgestützten Lüftungssystemen eine rechtliches Erfordernis
  • Nach wie vor fraglich, ob DIN 1946 anerkannte Regel der Bautechnik darstellt, OLG Düsseldorf ibr 2014, 77, OVG Berlin-Brandenburg, URT. V. 3.5.2016 – OVG 6 A 31.14
  • Empfehlung: Zivilrechtliche Klage wegen Reform des Bauvertragsrechts, ab 1.1.2018  zu Verbraucher- und Bauherrenschutz.
  • Wie sind schon bei der Planung die Mindestanforderungen lt. der EN 15251 umzusetzen und Luftwechselraten wegen CO2, Schadstoffe, Feuchte etc. einzuhalten?
  • Wie ist eine funktionierende Beschattung einzuplanen?
  • Welche Erfordernisse bestehen bzgl. der Kühlung im Sommer?
  • Wie kann bei trockener Raumluft mit technischer Befeuchtung entgegengewirkt werden?

Hinweise zur Veranstaltung

Holzschutz, Raumluftqualität, Raumklimawerte, Vertragsrecht, Forschung

Gesundheitsbewusstes Bauen ist bei öffentlichen oder privaten Bauvorhaben inzwischen oft standardmäßig vorgeschrieben. Beim diesjährigen IAQ Expertenforum werden die neuesten Varianten von Werkvertragsklauseln zur Einhaltung von Produktemissionen und Raumluftrichtwerten vorgestellt.

Aktuelle Holzbauforschungsprojekte bzgl. Raumklima und Raumluftqualität (IAQ = Indoor-Air-Quality) tragen dazu bei, dass „gesundheitsverträglicheres Bauen“ noch besser verstanden werden kann.

Welche Maßnahmen oder Beschichtungen können eine Emissionsminderung bewirken? Mit welchen emissionsärmeren Baustoffen können die Raumluftrichtwerte sicher eingehalten werden? Wie können neubau- und wetterbedingte Feuchteschäden vermieden oder getrocknet werden, und welches Qualitätsmanagement ist zu empfehlen?

Klima- und Lüftungsvarianten sowie deren Auswirkung auf das Raumklima, die Raumluftrichtwerte und das Wohlbefinden werden vorgestellt.

Aktuelle Rechts- und Schadensfälle werden leichtverständlich erläutert und kritisch diskutiert sowie stressvermeidende Praxistipps gegeben für Holzbauunternehmen, Schulbauer, Baustoff- und Immobilienkaufleute, Architekten, Fachingenieure und Bausachverständige.

Die Veranstaltung bietet eine Diskussionsplattform zum Problembereich der Innenraumschadstoffe- wie beispielsweise Terpene, Formaldehyd, Carbonsäuren oder Baufeuchte und Schimmelpilze.

9:30 – Begrüßung mit Kaffee und Bretzel

Teil 1: Einführung

10.00 – Der Holzbau boomt – gesundheitliche
Anforderungen an Bauprodukte und an die Raumluft steigen. Vorsicht: Bauten- und Holzschutz!

10.20 – Einführung ins Thema und in die Tagung
Wetterkapriolen und Neubaufeuchte. Aktuelle gesundheitliche Anforderungen an Bauprodukte. Hygienische Anforderungen an die Raumluftqualität (IAQ = Indoor Air Quality).

10.50 – Vertragsmängel wegen Feuchte- und VOC Richtwertüberschreitungen
Immer häufiger verlangen Auftraggeber vertraglich die Einhaltung von Raumluftrichtwerten.

Teil 2: Holz- und Feuchteschutz in der Praxis

11.20 – Qualität der Gebäudehülle
Mängel und Schäden sicher vermeiden mit bewährten Planungsdetails

11.50 – Materialfeuchteprüfung, Mikrobiologische und mikroskopische Holzanalytik, Bestandsaufnahmetechnik bei Schimmel- und Feuchteschäden

12.20 – Maßnahmen zur Konfliktlösung
Fallbeispiele zur Holz- und Bautrocknung, Pilzbekämpfung, Konservierung, Dekontamination, Geruchbeseitigung

12.50 – Mittagspause und Imbiss

Teil 3: Gesundheitsschutz in der Praxis: VOC, Raumklima- und Raumluftqualität und Baustoffemissionen

14.30 – VOC aus Holz – Emissions- und Abklingraten bzw. Gesundheitsrelevanz und Einordnung in das Vertragsrecht. Baustoffemissionen gem. AgBB. Prüfung richtig bewerten und vergleichen.

15.00 – VOC-Emissionen im Holzbau minimieren
Aktuelle Forschungsergebnisse zu Holz und Holzwerkstoffen, Bauteilprüfung, Realraummessungen. Auswahl emissionsarmer Bauprodukte im Holzbau.

15.30 – Qualitätsziele, freiwillige Anforderungen an die Raumluft- und Baustoffqualität
Gesundheitsschutz: Welche Bauprodukte sind empfehlenswert? Sind Produktlabel zielführend?

16.00 – Pause

16.45 – Welche Faktoren beeinflussen die menschliche Behaglichkeit
Neubaugerüche, Normgerechte IAQ-Raumluftmessung und ICQ Klima- und Messvorbereitung im Holzbau

17.15 – Aussichten: EU Beschlüsse und nationale Richtwerte zu IAQ und ICQ
Ökologisches Bauen mit nachhaltigen Baustoffen ist politisch und gesellschaftlich gewollt.

17.30 – Schlussdiskussion

Tagungsgebühr: 215,- € / Frühbucher (bis 30. Juni 2020): 185,- € exkl. MwSt.
(Preisnachlass bei Mehrfachanmeldungen je Firma)

Inkl. Mittagessen / Pausenverpflegung / Vortragsfolien (per Cloud)

Ausstellergebühr Standplatz ca. 2x4m: 350,- € exkl. Mwst.
(Teilnehmergebühr 50,00 € / Person Inkl. Mittagessen / Pausenverpflegung / Vortragsfolien per Cloud)

Die Verpflegung während der Veranstaltung ist inklusive.