IAQ 2019
VOC & Baufeuchte rechtssicher meistern

IAQ Expertenkreis

Seit 2007 entwickeln Vertreter von Forschung, Industrie, Handel, Bauwesen Lösungen zum Thema Gesundheitsschutz im Holzbau.
Werden Sie aktives Mitglied!

Rechtssicherheit

Aktuelle Änderungen zum Gesundheitsschutz: MVV TB (LBO), Produktprüfnormen und VOC-Raumluftrichtwerte.  Rechtssicher bauen!

Baufeuchte

Wetterschutz bei Starkregen, Pilzbekämpfung, Regeln für die Bautrocknung, rechtssichere Freimessung und Bauabnahme. Haftungsrisiko minimieren!

Lüftung / Klima

Geruchsprobleme (VOC), Hitze, trockene oder feuchte Raumluft, Wetter- u. Klimaveränderungen,  normgerechte Klimatechnik.       Gesundes Raumklima planen!        

IAQ 2019

Kompetenzzentrum
für Ausbau und Fassade
Siemensstr. 6 – 8
71277 Rutesheim

25.10.19
10 -17:30 Uhr

154 € bis zum 30.09.19
danach 180 €

Alle Preise zzgl. MwSt.
Das Angeot richtet sich an Gewerbetreibende. 

Für
Zimmerer/Holzbauer, Architekten/Ingenieure, Bauberater, Forschung und Entwicklung, Industrie und Handel, Fachverbände, Behörden

Folgende Themen erwarten Sie

  • VOC-Emissionsprüfungen & CE Kennzeichnungen

    Neuigkeiten zu CE-Kennzeichnungen von Bauprodukten sowie zum aktuellen Stand zur Einführung der VOC-Emissionsprüfungen. Bericht über VOC- und Formaldehydemissionen aus Holzwerkstoffen und der DIN EN 16516 als neuer Prüfmethode im Rahmen der Chemikalienverbotsverordnung.

  • Emissionsprüfungen für Holzwerkstoffe

    DIBt, MVV TB, Blauer Engel, Chemikalienverbotsverordnung – welche Prüfvorgaben gibt es aktuell in Deutschland?

  • Anforderungen an den Gesundheitsschutz in Gebäuden

    Stand der Umsetzung der Musterverwaltungsvorschrift technische Baubestimmungen MVV TB.

  • Messwertunsicherheiten in Laboren

    Jedes Laborergebnis enthält gleichzeitig eine Messunsicherheit – der wahre Wert kann also entweder ein wenig höher oder tiefer liegen. Bei der Raumluftmessung gibt es noch mehr Einflussfaktoren. Es kommt auf die Laborleistung, auf den Prüfingenieur, die Prüfraumvorbereitung und die Klimadaten vor und während der Messung an, wie hoch dann die Messergebnisse ausfallen.

  • Trocknung und Pilzbekämpfung

    Normgerechte Materialfeuchtemessung, Schimmelpilzanalytik und Bestimmung der Holzzerstörung durch Pilze. Pilzbekämpfung mit natürlichen und gesundheitsverträglicheren Produkten. Wie kann der möglichst schnelle Wassertransport aus dem Holz gelingen, damit bei der Baustellentrocknung statische Probleme, Holzverformungen und Risse vermieden werden? Mit Hilfe geeigneter technischer Geräte, einer kontinuierlichen Qualitätsüberwachung inkl. Feinreinigung und Freimessung kann eine rechtssichere Bauabnahme erreicht werden.

Das sagen Teilnehmer zur IAQ 2018

Gefördert und empfohlen von

bauberaterlogo_web
Bundesverband Bauberater kdR

Ablauf / Programm - 25.10.2019

Begrüßung und Einstieg in die Sachthemen Klimaschutz, Wald- und Holzförderung, VOC, Raumklima, Holz- und Feuchteschutz. Wie können wir unser IAQ Netzwerk zur Förderung des Holzbaus beleben? Vorstellung aktueller Forschungsprojekte zur Raumluftqualiät im Holzbau.

Referent: Karl-Heinz Weinisch
Bausachverständiger-kdR
Baurechtsfragen, Moderator
Vize-Präsident der DGUHT e.V.
Leiter IQUH-Institut/Akademie

Welche Änderungen für die Bewertung der Raumluftqualität wurden veröffentlicht? Welche Richtlinien und Verordnungen sollten jetzt schon beachtet werden? Welche Richtwerte betreffen den Holzbau? Wegen den neuen und erhöhten Qualitätsanforderungen bezogen auf VOC und Pilzbefall sollten vertragliche Vereinbarungen mit dem AG auf den Prüfstand. Rechtssichere Formulierungen gibt es schon und können eingefordert werden.

Referent: Karl-Heinz Weinisch
Bausachverständiger-kdR
Baurechtsfragen, Moderator
Vize-Präsident der DGUHT e.V.
Leiter IQUH-Institut/Akademie

Es werden aktuelle Prüfergebnisse in neu erstellten Holzgebäuden vorgestellt. Welche aktuellen Erfahrungen konnten beim Qualitätsmanagement (VOC, Produktprüfungen) im Holzbau gemacht werden? Wie werden aktuell die Produkte vor der Bestellung geprüft? Wie unterscheiden sich Produktprüfungen im Labor und Raumluftmessungen im Realraum? Was ist vor der Raumluftmessung zu beachten?

Referent:  Waldemar Bothe
Dipl.-Ing. (FH) Bioverfahrenstechnik, Messtechnik, Produktdatenmanagement
Sachverständiger für Raumlufthygiene und Messtechnik
Freier Mitarbeiter im IQUH-Institut

Wie können verbrauchte Luft inkl. VOC und CO2 sicher abgeführt und Richtwert- und Gesundheitsprobleme vermieden werden? Die Lösung für moderne und luftdicht gebaute Häuser könnte die mechanische und technische Klimaregelung sein. System-Lösungen für Heizung, Kühlung, Lüftung. Frostfreihaltung und automatischer Bypass inklusive CO2-geführte Luftmengenregelung sorgen für einen ausgewogenen Feuchtehaushalt.  

Referent: Ralph Langholz
Dipl.-Ing.(FH) Dipl.-Wirt.-Ing.(FH)
Vertriebsleiter Deutschland
drexel und weiss Deutschland GmbH

Pragmatismus vs. Optimismus beim Planen & Bauen von Holzflachdächern. Alle Arbeiten am Flachdach gehören in die Hände von Spezialisten und am besten gleich gekoppelt mit einem Qualitätsmanagement.

Referent: Richard Adriaans
Dipl.   Ing.    BDB
ö.b.u.v.SV für Flachdächer
& thermische Bauphysik

Im feuchtegeschädigten Holzbau ist eine problembezogene Schimmelpilzdiagnostik wichtig um die richtige Gefährdungseinschätzung und den Grad der Materialzerstörung im Gutachten beschreiben zu können. Ein Laborgutachten muss davon ausgehen können, dass die Proben im Gebäude normengerecht entnommen wurden, damit die anschließende Pilzdiagnostik den Zustand der Holz- oder Dämmmaterialien wahrheitsgemäß beschreibt. Denn diese hat weit reichende Folgen für die Sanierungsempfehlungen, das Schadensausmaß und die rechtlichen Anspruchsgrundlagen.

Referentin: Dr. Andrea Obersteiner.
Mikrobiologin (M.sc./B.sc. Biol. univ.)
Baubiologin (IBN zert.)
Gutachter und Messtechniker Schimmel/Schadstoffe (IBN zert.)

Feuchteschäden durch Starkregen, Sturm und Hagel. Aktueller Bericht zu Holzfeuchte- und Pilzschäden in Holzgebäuden. Holzfeuchtewerte im Bauteil rechtssicher begutachten. Holzbautrocknung schadensfrei durchführen? Praxisbeispiele zur Qualitätssicherung am Ende der Maßnahmen inkl. Baufeinreinigung, Pilzbekämpfung, Holzkonservierung und Freimessung werden vorgestellt.

Referent: Dipl.-Ing. (FH) Robert Simon
Dipl. Ing. (FH) Holztechnik/Holzbau
Sachverständiger für Raumlufthygiene und Messtechnik
Freier Mitarbeiter im IQUH-Institut
Mitglied im CEN TC 351 WG2 (Erfassung und Bewertung von Emissionen aus Baumaterialien)

Holzbauplanung von der Massenermittlung über die Tragwerksplanung bis hin zu optimierten Holzlisten und der Datenaufbereitung für die Maschinenübergabe. BIM unterstützt in allen Bereichen der Planung. Nachweise in den Bereichen Schallschutz, Brandschutz und Wärmeschutz und neuerdings auch Gesundheitsschutz sollen durch eine ganzheitliche Datenerfassung die Bauprojekte in energetischer, statisch-konstruktiver und bauphysikalischer Hinsicht dokumentieren.

BIM holzbaugerecht weiterentwickeln – die TU München will der Digitalisierung im Holzbau den Weg ebnen. Building Information Modeling (BIM), eine 3D-basierte Planungsmethode, die den Hochbau derzeit tiefgreifend verändert, hat das Potenzial, den industrialisierten Holzbau technisch und wirtschaftlich zu fördern und dem Bauen mit Holz zu breiterem wirtschaftlichen Erfolg zu verhelfen. Noch ist die BIM-Methode jedoch für die Anforderungen des modernen Holzbaus nicht optimiert. Die Lehrstühle „Entwerfen und Holzbau“ und „Architekturinformatik“ der Technischen Universität München möchten mit dem Forschungsprojekt BIMwood dazu beitragen, diese Lücke zu schließen. Zusammen mit den Praxispartnern Prause Holzbauplanung, den BIM-Experten AEC3, lattkearchitekten und dem Holzbauunternehmen Gumpp + Maier startet das aus Mitteln des Förderprogramms Nachwachsende Rohstoffe unterstützte Projekt mit dreijähriger Laufzeit im August 2019.

Referent: Gerd Prause 
Geschäftsführer von Prause Holzbauplanung

Es werden Projekte, in denen zielorientiert Bauprodukte ausgewählt und  sachgerecht im Bauprozess eingesetzt werden, vorgestellt. Standen bisher Schadstoffe und Risikostoffe vor allem unter dem Aspekt der Belastung der Innenraumluft zur Diskussion, so muss diese Betrachtung heute erweitert werden. Die Kenntnisse der Inhaltsstoffe aller im Gebäude eingebrachten Bauprodukte werden für die Ressourcenbetrachtung beginnend bei der Herstellung und endend bei der Entsorgung zunehmend bedeutender. Um sinnvoll, ressourcenschonend und schadstoffminimierend Bauprodukte im Bauprozess bestimmen, ausschreiben und prüfen zu können, muss eine Vielzahl von Kenntnissen erworben werden. Neben der Ökobilanzierung mit der Betrachtung von Stoff-, Herstellungs-, Nutzungs- und Entsorgungskreisläufen wird die  Problematik der produktbezogenen Vermeidung von Risikostoffen in Bauteilen aufgezeigt. Die Methode für die Datenermittlung sowie entsprechende Nachweisführung für die Risikopotenziale bestimmter Inhaltsstoffe und die methodische Vorgehensweise im Bauprozess wird aufgezeigt.

Referent: Holger König
Dipl.-Ing. Architektur
Geschäftsführer LEGEP Software GmbH 
Akkreditiert durch ECOS für CEN TC 350 „Sustainability of construction works“
Mitglied des Deutschen Teams für SB08 in Melbourne, 1. Preis für die drei nachhaltigsten Projekte und deren Dokumentation
Akkreditiert für TaskForce des BMVBS und DGNB für das Zertifizierungssystem Deutsches Gütesiegel Nachhaltiges Bauen (2008)
Auditor nach DGNB e.V. / Auditor nach BNB

Die HOMERA Studie wurde am Lehrstuhl Stefan Winter erstellt und befasst sich mit der gesundheitlichen Interaktion von Holz-Mensch-Raum.  Nutzer, Planer und Unternehmen sehen sich aktuell einer Diskussion ausgesetzt in deren Mittelpunkt die leichtflüchtigen organischen Verbindungen (VOCs) stehen. Eine Vielzahl an Richtwerten, Orientierungs- werten, Referenzwerten, Leitwerten und eine geringe Anzahl rechtlich festgelegter Grenzwerte bildet ein schwer zu überblickendes Themenfeld zur gesundheitlichen Bewertung des Emissionsgehalts im Innenraum. Die verschiedenen Methoden für Prüfkammermessungen und für Innenraummessungen werden verglichen und ihre Anwendbarkeit beurteilt. Der aktuelle Stand der Forschung zu den gesundheitlichen Auswirkungen von Holz auf das Innen- raumklima und den Menschen wird aufgezeigt und analysiert. Einflussfaktoren aus den verschiedenen Disziplinen Materialwissenschaft, Medizin, Toxikologie, Umweltanalytik, Psychologie werden aufgezeigt. Die Vorstudie kanalisiert das Forschungsthema und bereitet zielgerichtete, umfassende Untersuchungen in einem Folgeprojekt vor. Erste Erkenntnisse werden für die Praxis aufbereitet und zur Verfügung gestellt. Gleichzeitig wird eine interdisziplinäre Handlungsstrategie für spätere Verbundprojekte entwickelt.

Referentin: Dipl.-Ing. (Univ.) Eva Bodemer
Technische Universität München
Lehrstuhl für Holzbau und Baukonstruktion

In der Schlussdiskussion werden Vorschläge und Ideen für eine  Info- und Kontaktbörse zusammengetragen. Geplant ist eine Smartphone basierte Kontaktvermittlung für Holzbauexperten in einem „Erste-Hilfe-Modus“. Zum Thema Werkverträge, Produktprüfungen, VOC, Raumluftrichtlinien, Feuchteprobleme im Holzbau können dann schnell und unbürokratisch die ersten Tipps einholt werden. Der IAQ Expertenkreis will sich für den Klimaschutz einsetzen und Einfluss auf die Normung und die Politik ausüben, damit der Holzbau und die nachwachsenden Rohstoffe nicht unbegründet benachteiligt werden.

Hintergrund - Informationen

Wie rechnerisch ermittelte nVOC-Grenzwerte unbehandeltes Holz zur Gesundheitsgefahr im Innenraum stigmatisieren und wie verlässlich ein NIK-Wert ist. 

–> Lesen Sie sich den neuen Hintergrundflyer durch.

Der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg (VGH) hat am 12. Juli 2019 in einer Pressemitteilung folgendes mitgeteilt:

…mit zwei Beschlüssen vom 10. Juli 2019 Technische Baubestimmungen hinsichtlich VOC-Emissionen aus Holzwerkstoffen für voraussichtlich nicht rechtens erklärt. Er hat daher den Anträgen von zwei Herstellern sog. OSB- bzw. Grobspanplatten (Antragstellerinnen) auf Erlass einer einstweiligen Anordnung entsprochen und die einer Musterverwaltungsvorschrift entsprechende Verwaltungsvorschrift Technische Baubestimmungen des Umweltministeriums und des Wirtschaftsministeriums vom 20.12.2017 hinsichtlich bestimmter, ab 01.10.2019 auch für solche Holzwerkstoffe geltenden Anforderungen an VOC-Emissionen (flüchtige organische Verbindungen) vorläufig außer Vollzug gesetzt.

Und widersprechen damit der MVV TB Anhang 8 und den „Anforderungen an bauliche Anlagen bezüglich des Gesundheitsschutzes (ABG)“ folgendermaßen:

„Mit den angegriffenen technischen Baubestimmungen müssen bestimmte Holzwerkstoffe, die im Bauwesen Verwendung finden, in der Verwaltungsvorschrift näher bezeichnete Anforderungen hinsichtlich von ihnen ausgehender flüchtiger organischer Verbindungen einhalten. Die Antragstellerinnen fürchten um die Verkehrsfähigkeit ihrer OSB-Platten, da sie die vorgegebenen Werte jedenfalls nicht vollständig einhalten könnten, was unter Inkaufnahme nicht unerheblicher Umsatzeinbußen eine aufwändige Umstellung ihrer Produktion und Lagerung bedingen würde. Sie machen geltend, dass von VOC ausgehende gesundheitsschädliche Wirkungen trotz umfassender wissenschaftlicher Untersuchungen bislang nicht hätten nachgewiesen werden können. Außerdem verstoße die Verwaltungsvorschrift gegen europäisches Recht.

In den Beschlüssen führt der 8. Senat des VGH aus, dass die angegriffenen Technischen Baubestimmungen voraussichtlich nicht den sich aus der Landesbauordnung ergebenden gesetzlichen Anforderungen entsprächen, auf die sie allein gestützt seien. Denn das Vorliegen einer hierfür erforderlichen abstrakten Gefahr habe der Antragsgegner nicht darlegen können. Etwa nur möglichen Gefahren oder Risiken könnten die Baurechtsbehörden aber nicht mit den Mitteln des geltenden Bauordnungsrechts begegnen. Wie mit solchen Risiken umzugehen sei, müsse der zuständige Gesetzgeber entscheiden.

Darauf, ob die angegriffenen technischen Baubestimmungen auch gegen europäisches Recht verstoßen könnten, komme es danach nicht mehr an. Fänden die beanstandeten Bestimmungen in der Landesbauordnung voraussichtlich keine Rechtsgrundlage, könne den Antragstellerinnen vor einer endgültigen Klärung in den beim Senat bereits anhängigen Normenkontrollverfahren nicht zugemutet werden, ihre Produktion und Lagerung aufwändig umzustellen. Die Beschlüsse sind unanfechtbar (Az. 8 S 2962/18 und 8 S 3008/18).“

Quelle: http://www.vghmannheim.de/pb/,Lde/Startseite/Medien/Verwaltungsvorschrift+Technische+Baubestimmungen+darf+Anforderungen+an+Grobspanplatten+nicht+zur+blossen+Gefahrenvorsorge+stellen/?LISTPAGE=1212860 (abgerufen am 23. Juli 2019).

Wegen der aktuellen Klimadiskussion stellen wir uns auf der IAQ 2019 folgende Fragen: 

1. Wie kann das Bauen mit Holz und nachwachsenden Rohstoffe angesichts der Klimaprobleme besser gefördert werden?

2. Wie sollte der Holzbau wegen zunehmendem Starkregen planen und was ist zu tun, wenn Wasser eintritt?

3. Wie kann der Holzbau die Richtwerte bzgl. Gesundheitsschutz (Produkt-, Raumluft-, Raumklimaprüfungen) einhalten?

Stürmischer Starkregen und Hagel können die Notabdichtungen während der Bauphase zerstören. Wir erhoffen uns eine rege Diskussion über die rechtssicheren Maßnahmen im Anschluss an Wassereinbrüche.

Zudem werden in Werkverträgen zunehmend Zielwertanforderungen an das Raumklima definiert – Stichwort VOC Innenraumluftrichtwerte und wie können im Holzbau solche „Grenzwerte für natürliche VOC“ sicher eingehalten werden. 

Trotz alledem weisen Politiker, Wissenschaftler und Klimaforscher darauf hin, dass aktiver Klimaschutz vor allem durch die vermehrte Förderung der Waldwirtschaft und des Holzbaus betrieben werden soll.

Baustoffe

  • EN 16516 ff
  • EC1 und EC1plus
  • RAL ff

Möbel, Holz- und Holzwerkstoffe

Formaldehyd Gehalt – gesetzliche und freiwillige Anforderungen:

  1. Nach der “Chemikalienverbotsverordnung vom Oktober 1993 in Verbindung mit DiBt-Richtlinie über Klassifizierung und Überwachung von Holzwerkstoffplatten bezüglich der Formaldehydabgabe
    vom Juni 1994 darf bei unbeschichtete Faserplatten ein Perforatorgrenzwert (photometrisch) von 8 mg HCHO/100g atro Platte bei einer Materialfeuchte von 6,5% nicht überschritten werden. Der
    gleitende Halbjahresmittelwert beträgt max. 7,0 mg HCHO/100g atro Platte. Perforatorwert nach DIN EN 120 als gleitender Halbjahresmittelwert
  2.   Nach CARB (California Air Resources Board) Anforderungen CCR-17-93120.2(a) wird Phase 1 und Phase 2 erfüllt.
  3.   Nach IKEA Formaldehydanforderungen IOS M AT 0003, Version AA-10899-9 darf bei unbeschichteten Faserplatten ein Perforatorgrenzwert (photometrisch) von 5 mg HCHO/100g atro Platte bei
    einer Materialfeuchte von 6,5% nicht überschritten werden.
  4. Blauer Engel mit eigenen Kriterien
  5. Natureplus nach AgBB und Ausschlusskriterien
  6. E1 und E1plus gem. DIN EN 120

Holzbau, Dämm-, Holz- und Holzwerkstoffe

Holz, Erzeugnisse aus Holz (Fenster, Türen, Parkett)

MVV TB
Die Einhaltung des nationalen Schutzniveaus ist nach den Vorgaben der MVV TB  zu überprüfen und zu gewährleisten.

TVOCspez
Die Prüfung der Emission der flüchtigen organischen Verbindungen (VOC) erfolgt unter Bezugnahme auf die detaillierten Vorgaben der DIN EN 16516:2018-01.
Insbesondere wird für die Bestimmung der Summe der VOC (TVOCspez) auf Kapitel 8.2.6.1, Absatz 2 dieser Norm verwiesen und der TVOCspez als die Summe der Zielverbindungen ( NIK -Liste) und Nicht-Zielverbindungen (Stoffe ohne NIK), identifizierten und nicht identifizierten Stoffe präzisiert. Dies entspricht weiterhin der in den „Grundlagen des DIBt“ beschriebenen Vorgehensweise.

Geruch
Die sensorische Prüfung des Geruchs wurde im AgBB-Bewertungsschema von der „Pilotphase“ jetzt in die Empfehlung „auf freiwilliger Basis“ geändert. Sofern das geprüfte Produkt die empfundene Intensität von 7 pi (perceived intensity = pi) nicht überschreitet, gilt die sensorische Prüfung als bestanden.

Alle Änderungen und textliche Anpassungen sind dem aktuellen AgBB-Bewertungsschema 2018 bzw. der Änderungen-Übersicht zu entnehmen. Weitere Informationen zum AgBB-Schema finden Sie auch hier.

Weitere Informationen a finden Sie auf der Seite des UBAs hier sowie auf der Seite der EU-LCI Working Group / Europäische Kommission

  • Die EnEV sieht Dämmung und Gebäudedichtigkeit vor, enthält aber keinen Mindestluftwechsel.
  • DIN 4108-2 sieht Mindestluftwechsel vor.
  • Die DIN 1946-6, (2009) sieht bei Neubau und umfangreicheren Sanierungen ein Lüftungskonzept mit Infiltrationsberechnung vor. Reicht die Luftzufuhr über Gebäudeundichtigkeiten nicht aus, muss der Planer lüftungstechnische Maßnahmen vorsehen, etwa Schächte, Ventile oder ventilatorgestützte Lüftungen, Lüftungsanlagen.
  • Die Lüftungswirtschaft sieht in ventilatorgestützten Lüftungssystemen eine rechtliches Erfordernis
  • Nach wie vor fraglich, ob DIN 1946 anerkannte Regel der Bautechnik darstellt, OLG Düsseldorf ibr 2014, 77, OVG Berlin-Brandenburg, URT. V. 3.5.2016 – OVG 6 A 31.14
  • Empfehlung: Zivilrechtliche Klage wegen Reform des Bauvertragsrechts, ab 1.1.2018  zu Verbraucher- und Bauherrenschutz.
  • Wie sind schon bei der Planung die Mindestanforderungen lt. der EN 15251 umzusetzen und Luftwechselraten wegen CO2, Schadstoffe, Feuchte etc. einzuhalten?
  • Wie ist eine funktionierende Beschattung einzuplanen?
  • Welche Erfordernisse bestehen bzgl. der Kühlung im Sommer?
  • Wie kann bei trockener Raumluft mit technischer Befeuchtung entgegengewirkt werden?

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Indoor Air Quality (Innenraumluftqualität)​

Im Hotel Kompetenzzentrum für Ausbau und Fassade stehen 20 Einzelzimmer (55€ pro Nacht) zur Verfügung.
Stichwort: IAQ
Weitere Hotels befinden sich in der Nähe.

Die Verpflegung während der Veranstaltung ist inklusive.